Der Motorradhersteller BMW

BMW, ursprünglich Hersteller von Flugmotoren und seit 1918 umfirmiert zur Bayrischen Motoren Werke AG, stellt neben Motoren und PKWs auch Motorräder her. Die Produktion wurde sogar noch vor der Automobilproduktion begonnen, nämlich im Jahre 1923. Die Herstellung der Kraftfahrzeuge folgte erst 1928. In der heutigen Zeit gehört das Unternehmen zu einer der führenden unter den Herstellern von hubraumstarken Motorrädern in ganz Europa.

Vier Jahrzehnte waren nur zwei verschiedene Serienmodelle auf dem Markt zu finden. Das erste Motorrad war eine R 32, die mit einem Zweizylinder-Boxermotor und Kardanantireb ausgestattet war. Diese Bauweise ist bis heute zu finden. Zwei Jahre später kam das Modell R 39 hinzu. Diese bestand aus einem senkrecht stehenden Einzylindermotor und einem Kardanantrieb. Diese Bauweise wurde genauso typisch, wie das erste Modell.

Erst 1955 wurde eine neues System entwickelt, die Vollschwingen-BMW. Sie stellte eine Abkehr von der Geradwegfederung dar und existierte bis 1969 auf dem Markt. Das einzigartige Fahrverhalten, das dieses Motorrad auslöste, bracht ihm schnell den Spitznamen "Gummikuh" ein.

Die gesamte Entwicklung der Motorradgeschichte darzulegen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Daher beschränke ich mich darauf das 2000 vorgestellte ungewöhnliche Gefährt C1 zu erwähnen, ein überdachter Motorroller. Er sollte eine Kombination aus einem normalen Motorroller und einem Kleinstwagen, wie dem von Mercedes entwickelten Smart werden.

Weitere Serienmodelle wurden 2005 in der BMW K 1200 S gefertigt. 2006 erschien die F 800 mit Parallel-Twin und 2008 wurde die Sportenduro G 450 X vorgestellt.

Das neueste Modell S 1000 RR besitzt einen quer eingebauten Vierzylindermotor und Ketten-Endantrieb und ähnelt damit den japanischen Produkten stark.